Thomas R. P. Mielke

Thomas R. P. Mielke
Thomas R. P. Mielke

Mit R.W.Liersch zusammen der "Erfinder" der TERRANAUTEN

für eine Hochzeitsnacht zwischen einem (weiß der Teufel, warum) eingekerkerten Pastor und einer Krankenschwester im Gefängnis von Blumenau/Floreanopolis, Brasilien - geboren dann nach stürmischer Atlantikfahrt mit der MS Monte Olivia im Kriegsjahr 1940 in Lippe-Detmold. Seine Kindheit verbrachte er an der Teufelsmauer bei Quedlinburg und unter Tadellösern und Wölfen in Rostock.

Mit 15 allein in den Westen abgehauen, weil ihn die DDR-Kommunisten wegen des väterlichen Berufs nicht auf die Oberschule ließen, schlug er sich unüblicherweise nicht als Tellerwäscher, sondern in Pfadfinderlagern, als Gärtner, Schiffsschmied und Kontrolleur von automatischen Toilettendrückern durch.

Als er zwar noch nicht wahlberechtigt, aber dafür im schießfähigen Alter war, durfte er als einer der ersten Freiwilligen für sechs Jahre zur neuen Luftwaffe. Hier sorgte er zunächst als Fluglotse für Verwirrung am Himmel. Dank seines Antrags, als Beamter auf Zeit nebenberuflich Spionageromane schreiben zu dürfen, wurde er zum feierlichen Anschiß nach Bonn befohlen, dann aber im höchst geheimnisvollen Rhein-Schlößchen Alfter zum Texter in der "Psychologischen Kampfführung" umgeschult.

Diese Erfahrungen waren dann auch die ideale Voraussetzung für den seinerzeit noch ganz heißen Job als Lobschreiber für insgesamt ein Dutzend Cigaretten-Marken, Omo, Ajax und Azzarro, Miele Melkanlagen und Langnese Eiskrem, Russen-Hubschrauber, ekligen Hustensaft und Chanel No 5, elle Bademoden und Ricosta Kinderschuhe, Autos, HiFi, Möbelhäuser, Banken, Bier und Hundefutter, China Oel und Coca Cola, Griechenland und Condor, erste Anti-Aids-Kampagnen, SPD und CDU, die Bundesgartenschau Berlin, Andre Hellers Sommernachtstraum, Reinold Furrers Weltrauminstitut, und dann last - but not least - "Berlin tut gut" von der Wirtschaftsförderung in Asien bis zum Backrezept in "Berliner"-Blechpfannkuchen.

Zurück zum Anfang:

Nach der Zeit als Psychokrieger und in der Werbeakademie Hamburg zog er ein Extralos für das "1st Creative Training Experiment" von Lintas Hamburg. Die damals beste (und mit 450 Mitarbeitern auch größte) deutsche Werbeagentur wollte zusammen mit Partnern in New York in einem Halbjahresversuch mit acht bundesweit ersiebten Teilnehmern herausfinden, ob sogenannte Kreative per Intensiv-Survivaltraining "gezüchtet" werden können. Der Versuch wurde niemals wiederholt, aber als einer der vier Überlebenden erhielt er einen der begehrten Top-Jobs.

Als später dann die 68er mit selbstgemalten Transparenten durch die Straßen Hamburgs schlurften, zog er selbst ohne irgendwelche Italienischkenntnisse mit Ehefrau und drei Kleinkindern ins damals viel spannendere Italien. Seine Lust an Zukünftigem und Dingen, von denen er zunächst mal keine Ahnung hat, machte ihn zum "Direttore creativo" in der zentralen Produktplanungsgruppe von Ferrero und zum extrem belastbaren Pralinenvorkoster für den deutschen Markt. Auf den grünen Hügeln über Turin wurde er so zum Miterfinder von TicTac, Yoghurette und - vor genau 30 Jahren - dem Wahnsinnserfolg der Kinder-Überraschungseier.

Fast ebenso richtig lag auch, als er bereits 1985 in seinem Polit Thriller "Der Tag an dem die Mauer brach" die dramatischen Erstürmung derselben und die friedliche Wiedervereinigung nur um 2 Jahre falsch geschätzt für 1997 beschrieb (obwohl heute stereotyp behauptet wird, niemand hätte das voraussehen können).

Inzwischen lebt er schon seit 25 Jahren in Berlin, hat vier erwachsene Kinder und ist seit drei Jahren überwiegend Autor von mit Lust (und zumeist auch vor Ort) recherchierten historischen Romanen. Doch weil er es nun mal nicht lassen kann, berät er (weil er ja auch in Prüfungsausschüssen saß) WerberInnen-Nachwuchs vor Abschlußprüfungen ebenso gern wie Unternehmen und/oder Institutionen, die wissen wollen, wo und wie sie statt gestylter Dummschwätzer mehr Effizienz bei Anzeigenkampagnen, Promotions- und PR-Aktionen, TV-Spots, Messeständen und Geschäftsberichten, Incentives, Corporate Design und dergleichen mehr bekommen.

Just for fun hat er im April ein großes, 3tägiges Ramba-Zamba zur Feier der 33millionsten (sorry, Expo!) Besucherin in einem Einkaufscenter organisiert.

Inhalt mit freundlicher Genehmigung von T.R.P. Mielke

Links: www.trpm.de

Email: trpm@trpm.de

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